Zeichen setzen
Gesellschaftspolitisches Engagement in der DPSG

Einer der berühmtesten Sätze ihres Gründers spielt für die Pfadfinderinnen und Pfadfinder auch heute noch eine entscheidende Rolle: »Versucht, die Welt ein bißchen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt«, hatte Lord Robert Baden-Powell of GiIwell im Abschiedsbrief an seine Scouts geschrieben. In der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) wird dieser Anspruch ausgedrückt durch die »Grundlinien der Lebensauffassung«, die für die Weltanschauung der Pfadfinderinnen und Pfadfinder zentral sind. Der Leitgedanke »Leben in tätiger Solidarität« bedeutet für sie, dort einzugreifen, wo mangelnde Rücksichtnahme, Unterdrückung und Benachteiligung deutlich werden. Egal, ob es um den Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit, den Schutz der Umwelt oder den Einsatz für einen gerechten Welthandel geht - in der DPSG engagieren sich schon die jüngsten Mitglieder für eine lebenswerte Gesellschaft.


 

Mit altersgerechten Aktionsformen versuchen rund 20.000 ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter, dem eigenen Auftrag gerecht zu werden, Kinder und Jugendliche zu kritischen und selbständigen Menschen zu erziehen, die auf Mißstände in der Gesellschaft aufmerksam machen und an Problemlösungen mitwirken. Beispiele für gelungene Umsetzungen gibt es viele. Mit Erfolg setzte sich eine Wölflingsmeute für eine Verkehrsberuhigung rund um ihr Jugendheim ein. Auf den Bürgermeister, den sie um Unterstützung gebeten hatten, hatte das Engagement der Sieben- bis Zehnjährigen enormen Eindruck gemacht.


Nach intensiven Vorbereitungen entschloß sich eine Roverrunde zu einem Hilfseinsatz in Zimbabwe. Einige Wochen bauten die 16 bis 20 Jahre alten Jugendlichen dort an einem Staudamm für die lokale Wasserversorgung mit.


Solidarität beweist die DPSG auch immer wieder als gesamter Verband. 1994 gelang es beispielsweise, einige Freunde von den Rwandischen Pfadfindern und deren Familien aus dem Bürgerkrieg nach Deutschland in Sicherheit zu bringen. Die finanzielle Verantwortung für die 20 Rwander, die die DPSG dabei übernahm, wurde nur durch die große Spendenbereitschaft aus den eigenen Reihen möglich.

 
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