Geschichte im Überblick

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ist der katholische Pfadfinderverband in der Bundesrepublik Deutschland. Als einer der größten Kinder- und Jugendverbände zählt die DPSG weit über 100.000 Kinder; Jugendliche und Erwachsene zu ihren Mitgliedern. Über den Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP) gehört sie zu der von Lord Robert Baden-Powell gegründeten Weltpfadfinderbewegung - die mit 34 Millionen Mitgliedern größte Jugendbewegung der Welt. Gemeinsam mit katholischen Pfadfinderverbänden aus anderen Ländern hat die DPSG Sitz und Stimme in der Internationalen Konferenz des katholischen Pfadfindertums (CICS) - eine vom Heiligen Stuhl anerkannte internationale katholische Organisation.

 

 
1928: Erste katholische Pfadfindergruppen in Wuppertal, Beuthen, München, Berlin, Frankfurt/Main und Speyer.
1929: Altenberg, 7. Oktober Stämme schließen sich zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg zusammen.
1934: Verbot von Kluft, Bannern und Abzeichen.
1937: Landespfadfinderschaften Münster; Paderborn und Trier zwangsweise durch die Gestapo aufgelöst.
1938: Katholischer Jungmännerverband und Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg aufgelöst und verboten. Viele Gruppen arbeiten illegal weiter.
 
1945: Aufbau neuer Pfadfindergruppen auf örtlicher Ebene.
1946: Durch den erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg einberufenen Bundesthing wird eine neue Bundesordnung beschlossen.
1947: Mitbegründer des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
1956: Aufruf zu einem Sozialwerk: Aufbau eines Zeltlagerplatzes und Ferienheimes für Menschen mit Behinderungen. Es entsteht das Bundeszentrum der DPSG in Westernhohe/Westernwald.
1961: Aufruf zur ersten Jahresaktion. Neue Altersstmkturen.
1969: Verabschiedung der Satzung des Verbandes mit neuen Bezeichnungen: Bundesversammlung (statt Bundesthing), Vorsitzende (statt Feldmeister), Leiter (statt Führer).
1971: Mädchen und Frauen können Mitglieder in der DPSG werden.
1984: Leiter- und Leiterinnenkongreß in Westernohe mit 4.000 Teilnehmern.
1988: Zum Kongreß »Exodus« kommen in Westernohe 6.000 Leiterinnen und Leiter zusammen.
1990: Die DPSG ruft unter dem Motto »Wir haben Platz im Boot« zur jährlichen Solidaritätsaktion auf und wendet sich damit gegen die Verschärfung der Asyldebatte.
 
1992: Im »Wilden Sommer« sind 2.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Bundesrepublik unterwegs zu neuen Herausforderungen im eigenen Land. Über die Jahreswende treffen sie sich in einer stillgelegten Werkshalle der Glashütte in llmenau(Thüringen).
1993: «Total normal - Behinderte in unseren Gruppen?!« Mit diesem Thema stellt sich die DPSG gegen Ausgrenzung behinderter Menschen.Kindergipfel in Westernohe (Bundeszentrum der DPSG): Mehr als 1.000 Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet fordern »eine Welt, die uns gefällt«.
1994: »Weltoffen statt kleinkariert«. Jahresaktion gegen Fremdenhaß und Gewalt wird unter der Schirmherrschaft der Ausländerbeauftragten Cornelia Schmalz-Jacobsen in Magdeburg eröffnet.
1995: Solidaritätsaktion für Rwanda bringt mehr als 700.000 Mark zugunsten des krisengeschüttelten Landes.
1996: Die DPSG startet die Kampagne »Tu es jetzt!« zum politischen Handeln, an der sich zahlreiche Gruppen vor Ort beteiligen. Gesellschaftspolitisches Engagement in sechs Themenbereichen ist Ziel der Langzeitaktion.
1997: 4.000 Leiterinnen und Leiter treffen sich in einem ehemaligen Eisenhüttenwerk in Duisburg zur Großveranstaltung »Power im Park '97«. Das Treffen bildet den Höhepunkt der 1996 gestarteten Kampagne. Spektakuläre Aktionen wie eine Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit im Gelsenkirchener Parkstadion sowie Diskussionen mit Politikern, unter anderem mit Bundesjugendministerin Claudia Nolte, prägen das Wochenende
 
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